Marnitztherapie

Zielgruppe

Physiotherapeuten, Ergotherapeuten, Masseure / med. Bademeister, Heilpraktiker

 

Inhalte

Die Marnitz-Therapie ist eine Weichteiltherapie zur gezielten Behandlung des Bewegungsapparates bei Schmerzen; nach Traumen, durch degenerative- und den daraus resultierenden statischen Veränderungen. Sie ist anwendbar bei chronischen sowie akuten Schmerzzuständen und bei Lymphödem-Patienten. Dieses ganzheitliche, befundorientierte Therapiekonzept nutzt manuelle Techniken wie Druck- und Zug-Reize, Dehnungen und Mobilisation, um über neurophysiologische Wirkungsketten Einfluss auf das manifeste Krankheitsgebiet zu nehmen. Zielsetzung der Therapie ist es, über die Behandlung peripherer Störfelder einen zentripetalen Heilreiz zu setzen. Die Summation der Griffe wirkt vegetativ-reflektorisch auf das primäre Krankheitsgebiet. Es kommt zu einer Durchblutungsförderung im Segmentbereich und nicht im Gewebe, die Stoffwechselsituation verbessert sich, Reparatur-Mechanismen treten in Kraft und es kommt zu einer Tonusregulation des myofaszialen Systems.
Die Wirkungsweise der Marnitztherapie wurde im Jahr 2000 durch eine experimentelle Studie belegt.

 

Die Kursteilnehmer erlernen sehr praxisbezogen, statische und muskuläre Probleme des Bewegungsapparates befundorientiert zu behandeln. Die Marnitztherapie eignet sich optimal als Ergänzung: zur Manuellen Therapie, zu klassischen Massagetechniken und zur manuellen Lymphdrainage. Sie bietet Ihnen die Möglichkeit bei Patienten mit verletzungsbedingten-, oder nach Primärtherapien entstandenen Lymphödemen, gezielte Arthromuskuläre und myofasziale Funktionseinschränkungen zu erkennen und zu beeinflussen.
Erweitern Sie Ihr Behandlungsspektrum durch eine umfassende Weichteiltherapie und eröffnen Sie sich so Behandlungsmöglichkeiten bei Ödem-Patienten sowie bei der gezielten Rehabilitation von onkologischen und orthopädischen Krankheiten.

 

Lehrplan:

  • Einführung, Geschichte und Entwicklung der Marnitz-Therapie
  • Anatomie und Anatomie in Vivo (Schulter, HWS, LWS/BWS, Arm und Hand, Hüfte/Lende, Knie, Fuß)
  • Inspektion und Funktionsprüfungen
  • Behandlungskonzept
  • Dehnungen, Mobilisation
  • Grifftechniken (verschiedene Ausgangslagen)
  • Krankheitsbilder

 

Teil 1 und 2 können aufgrund inhaltlicher Zusammenhänge nur zusammen belegt werden!



 

** Fortbildungspunkte

Die in den jeweiligen Seminaren ausgewiesenen Fortbildungspunkte sind grundsätzlich unter Vorbehalt, da auf Spitzenverbandsebene bislang bundesweit keine verbindliche Einigung über die Anerkennung von Kursen getroffen wurde.

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